Sichtschutzzaun – Schutz vor neugierigen Blicken

Sichtschutzzaun - Schutz vor neugierigen Blicken Eine gute Nachbarschaft ist etwas Herrliches. Man versteht sich gut. Man verbringt Zeit miteinander. Und doch möchte man ab und an auch einmal Zeit alleine verbringen. Das bedeutet aber auch, dass nicht alle paar Minuten ein Kopf am Gartenzaun erscheint und uns mit den neuesten Neuigkeiten der Nachbarschaft versorgt. Ein Sichtschutzzaun muss her. Wie soll man denn sonst zur Ruhe kommen, einfach nur einmal die Seele baumeln lassen?

Aus welchen Materialien werden Sichtschutzzäune gefertigt?

Das beliebteste Material für Sichtschutzzäune ist Holz. Unter vielen unterschiedlichen Holzarten kann man auswählen. Farbe, Maserung können frei gewählt werden, ganz wie es gefällt. Die Sichtschutzzäune aus Holz sind einfach zu montieren. Ein Fundament ist nicht zwingend notwendig, aber natürlich möglich. Gerne werden auch Zäune aus recyceltem Kunststoff verwendet. Sie sind kostengünstig und extrem langlebig. Zudem sind sie leicht zu reinigen. Ein mittelharter Besen, ein Eimer mit milder Seifenlauge und vor allem ein Wasserschlauch – mehr ist nicht notwendig, um ein oder zwei Mal im Jahr eine kleine Reinigungsaktion zu starten. Nein, es ist wirklich nur für die Reinigung. Allerdings kann natürlich auch eine Wasserparty daraus werden. Zumindest macht es den Kindern dann mehr Spaß, ihren Eltern bei der Reinigung zu helfen, richtig? Beide Materialien können auch miteinander kombiniert werden, wenn es denn gefällt. So können etwa die Pfeiler, an denen die hölzernen Sichtschutzzäune befestigt werden, aus dem besagten Kunststoff gefertigt werden. So wird sichergestellt, dass sie nicht so schnell durch Wind und Wetter angegriffen werden. Bei Bedarf müsste lediglich die Wand selber ausgewechselt werden. Eine weitere Kombinationsmöglichkeit ist der Stabmattenzaun aus Metall. Ja, richtig. Man kann durch ihn hindurchschauen. Daher wird er oft mit Sichtschutzplanen kombiniert. Sie sind in unterschiedlichen Ausführungen, Farben und Größen erhältlich, sodass der Stabmattenzaun auf jeden Fall ebenfalls gegen neugierige Blicke geschützt werden kann – und natürlich alles, was dahinter liegt. Ob diese Kombination optisch als Schönheit durchgehen würde, ist natürlich Geschmackssache. Tatsache ist aber, dass der Stabmattenzaun eine sehr lange Lebensdauer besitzt. Und die Sichtschutzplanen sind nicht sonderlich teuer und können problemlos alle paar Jahre erneuert werden. Und bei der Erneuerung der Plane kann auch gleich eine neue Farbe, ein neues Muster gewählt werden. So kommt ein wenig Abwechslung an den Zaun.

Welche Holzarten eignen sich besonders gut für den Sichtschutz?

Schauen wir, welche Holzarten uns für einen Sichtschutzzaun zur Verfügung stehen:
  • Kiefer – druckimprägniert oder thermisch behandelt
  • Fichte - druckimprägniert
  • Douglasie
  • Kastanie – insbesondere für Staketenzäune
  • Robinie – insbesondere für Staketenzäune
  • Bambus
  • Bangkirai
  • Cumaru
  • Garapa
  • Ipe
Bei dieser Auslistung stellt sich natürlich die Frage, worauf beim Kauf zu achten ist. Welche Eigenschaften sollte ein Holz besitzen, um sich gut für die Verarbeitung im Außenbereich zu eignen? Zunächst sollte vermerkt werden, dass das Holz für einen Sichtschutz nicht ganz so strenge Auflagen erfüllen muss wie etwa Terrassendielen. Natürlich ist es schön, wenn das Holz splitterfrei ist. Zwingend notwendig ist es nicht. Dennoch sollte aber darauf geachtet werden, dass es eine lange Lebensdauer besitzt. Aus diesem Grunde sind Harthölzer immer sehr beliebt. Achten Sie darauf, dass das Holz imprägniert ist. Aber Stopp: Natürlich sollte es giftfrei imprägniert werden. Am besten ist die Kesseldruckmethode. Sie ist umweltschonend und verhilft dem Holz zu einigen Lebensjahren mehr auf der Uhr. Zudem ist es nicht zwingend notwendig, das Holz zudem mit Holzlasur zu behandeln. Sicherlich ergeben sich nach einiger Zeit die normalen Witterungsspuren, aber diese haben ja auch ihren ganz persönlichen Charme, nicht wahr? Wer es aber lieber farbig mag, kann seinen farblichen Vorlieben hier problemlos nachkommen.

Was ist Thermoholz?

Jeder, der sich intensiv mit den Angeboten beschäftigt, wird früher oder später auch über Sichtschutzzäune aus Thermoholz stolpern. Fragt nun aber natürlich, was das denn schon wieder ist? Diese Hölzer werden thermisch behandelt. Das bedeutet, dass sie Hitze bis zu 230°C und Wasserdampf ausgesetzt werden. Diese Prozedur verändert ihr Schwind- und Quellverhalten. Es wird extrem reduziert, sodass die Witterung diesen Hölzern nicht mehr viel anhaben kann. Sie erhalten also eine stark verlängerte Lebensdauer durch die thermische Behandlung. Allerdings weisen sie auch einen Nachteil auf. Denn thermisch behandeltes Holz darf nicht in Berührung mit dem Erdboden kommen. Auch der Begriff WPC wird erscheinen. Was haben wir darunter zu verstehen? Polymer gebundene Faserstoffe verstecken sich hinter diesem Begriff. Zu ungefähr 70% besteht das WPC aus Holzfasern. Zu 30% wird Kunststoff zugesetzt. Was zunächst merkwürdig erscheint, erweist sich später als großer Vorteil. Denn es ist der Kunststoffanteil der WPCs, der diesen Werkstoff splitterfrei, pflegeleicht und absolut schädlingsresistent macht. Auch wenn sie eine ähnliche Optik aufweisen, kann man ihnen ansehen, dass sie nicht naturgewachsen sind. Diese Optik kann man einfach nicht nachmachen.

Öfter einmal etwas Buntes

Nicht alle Hölzer sind dazu geeignet, regelmäßig Farbe zu bekennen. Sicherlich ist bei jedem Naturprodukt, also jedem Naturholzsichtschutz, eine jährliche Pflege in Form von Holzschutzlasur oder ähnlichem notwendig. Schließlich soll der Sichtschutz nicht nur lange gut aussehen, sondern auch sehr lang an Ort und Stelle verbleiben können. Je nach Länge des Sichtschutzes ist diese Arbeit aber für gewöhnlich in einem Tag erledigt. Verschiedene Hersteller von Holzschutzprodukten bieten diesen auch in Farbe an. Holzschutzfarbe, aber unterschiedliche Holzschutzlasuren geben Ihnen die Möglichkeit an die Hand, den farbigen Aspekt in jeder Saison zu ändern, wenn Sie dies möchten. Bevor Sie die Farbe auftragen, sollten Verschmutzungen allerdings beseitigt werden. Eine weitere Option, eine lange Lebensdauer des Sichtschutzzaunes zu erreichen, ist der Schutz vor Kletterpflanzen. Sicherlich ist es vielen Gartenbesitzern ein Bedürfnis, auch am Sichtschutz Kletterpflanzen emporranken zu lassen. Es ist richtig – sie kommen dort prima zur Wirkung. Leider aber führen sie dazu, dass das Holz, egal wie gut es imprägniert und mit Holzschutzlasur versehen ist, schneller beginnt, sich aufzulösen. Dennoch aber wird eine hölzerne Sichtschutzwand eine durchschnittliche Lebensdauer von 7 bis 10 Jahren oder mehr aufweisen können.

Fazit

Schauen Sie sich um. Die Möglichkeiten der Sichtschutzzäune sind größer, als man denkt. Sicherlich variieren die Preise recht stark, je nachdem, zu welchem Holz bzw. Material Sie greifen wollen. Bedenken Sie aber, dass es sich um eine Langzeitanschaffung handelt. Es darf also gerne etwas mehr Geld ausgegeben werden.